Sonderausstellungen im Schönbuchmuseum

Im Schönbuchmuseum sind derzeit zwei Sonderausstellungen "Drei Fremde" und "Karambolagen: Fotografien aus Polizeiarchiven 1945 bis 1985" ausgestellt. Zu beiden Ausstellungen erhalten Sie auf dieser Seite Informationen:

Sonderausstellung "Drei Fremde"

Diese Ausstellung ist auf zwei Orte verteilt:

Im Schönbuchmuseum ist die Ausstellung „Drei Fremde“ vom 26.03.2026 bis zum 15.11.2026 zu sehen.

Der andere begleitende Ausstellungsort befindet sich im Café Mieze, Tübinger Straße 66 in Dettenhausen. Die dortige Vernissage wird am 10.04.2026 um 17:00 Uhr stattfinden. Die Werke werden bis zum 30.06.2026 im Café Mieze ausgestellt.

In die Welt der bildenden Künste können die Besucherinnen und Besucher im 2. Obergeschoss des Schönbuchmuseums eintauchen:

Dort befindet sich die Sonderausstellung „Drei Fremde“: Eva Schulz, Markus Tränkner und Ingrid Swoboda präsentieren im Rahmen der Ausstellung Arbeiten aus Skulptur, Druckgrafik und Malerei. Alle drei sind im vergangenen Jahr aus den Ateliers der „Alten Spinnerei Wannweil“ in die Himmelreichateliers am Rand des Schönbuchs in Tübingen-Lustnau umgezogen. Ihre Arbeiten erkunden Spannungen unserer Gegenwart und übersetzen innere wie äußere Impulse in verdichtete Bild- und Formwelten: atmosphärische Malerei, kraftvolle Holzdrucke und elementare Steinskulpturen, die Zwischenräume sichtbar machen, in denen neue Perspektiven entstehen.

Sonderausstellung Schönbuchmusuem: Bild zur Ausstellung "Drei Fremde"

Karambolagen. Fotografien aus Polizeiarchiven 1945-1985

Eine Ausstellung im Schönbuchmuseum Dettenhausen

Dauer der Ausstellung: 29. März bis 13. Dezember 2026

Adresse: Schönbuchmuseum, Ringstraße 3, 72135 Dettenhausen

Telefon: 07157-12630 oder 0171-7882724

Kontakt: ulrich.haegele(at)uni-tuebingen.de

Der Tübinger Medienwissenschaftler und Kurator Ulrich Hägele präsentiert im Schönbuchmuseum rund 100 unveröffentlichte Unfallbilder aus der Nachkriegszeit.

In den 1950er Jahren liegt ein großer Teil der Großstädte immer noch in Trümmern – Ruinenlandschaften. Langsam kommt der Straßenverkehr wieder in Gang. Wer es sich leisten kann, kauft einen Motorroller, ein Motorrad oder ein Auto. Man will mobil an der neu gewonnenen Freiheit teilhaben.

Der Verkehr wird von Jahr zu Jahr stärker. Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten als lästig. Die meisten ignorieren sie. Tempo 50 innerorts gilt erst seit 1957. Alkohol am Steuer ist eher die Regel als die Ausnahme. Seit 1953 darf man in der BRD noch mit 1,5 Promille hinters Steuer. Tödliche Verkehrsunfälle häufen sich. Allein in Stuttgart sterben jährlich bis zu hundert Menschen – 1950 sind es zwanzigmal mehr als heute. Dabei gibt es viel weniger Kraftfahrzeuge.

Zur Unfallaufnahme gehört seit dieser Zeit auch die Dokumentation mit der Kamera. Mit wenigen Ausnahmen sind die Polizeifotografien anonym geblieben, da sie nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren. Die Bilder sind nun erstmals in einer Ausstellung zu sehen. Als Beweismittel bewegen sie sich im Spannungsfeld zwischen visueller, polizeilicher Dokumentation, strenger Sachlichkeit und konsequenter Reduktion auf das Wesentliche. Sie zeigen nicht die versehrten Unfallopfer, sondern Autowracks als der Realität entrückte, surreale Schrottskulpturen. Den meisten Fotografien ist eine gewisse künstlerische Ästhetik nicht abzusprechen.

Die Polizeibilder wirken auf uns heute faszinierend und gruselig zugleich. Dass sie aus der Neckar-Alb-Region erhalten geblieben sind, ist ein seltener Glücksfall. Aufbewahrt werden sie in den Polizeimuseen Dettenhausen und Stuttgart. Flankiert wird die Ausstellung mit Objekten zur Verkehrserziehung und Geschwindigkeitsmessung. Zu sehen ist zum Beispiel eine originale Kamera aus einer Radarfalle der Verkehrspolizei.

Sonderausstellung Schönbuchmuseum Bild: Unfall auf der B27 bei Bebenhausen im Jahr 1966

Hier finden Sie das Schönbuchmuseum

Logo des Schönbuchmuseums
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Ringstraße 3
72135 Dettenhausen
Telefon:
Fax:
07157 126-15

Öffnungszeiten:

Geöffnet von April bis Mitte Dezember

Sonntags und Feiertags von 14:00 bis 18:00 Uhr

An folgenden Feiertagen ist das Museum geschlossen: Fronleichnam, am Reformationstag und an Allerheiligen.

Führungen und Gruppenbesuche ab 10 Personen nach Vereinbarung.

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